Vita

Ausbildung:
1971 -92
Musikalische Ausbildung (Gitarre, Klavier, Percussion)
1982 -86
Freies Studium der Steinbildhauerei bei A.S. Klauer in Weißenseifen (RLP)
1987 -92
Studium der Bildhauerei und Malerei an der Fachhochschule für Kunst in Ottersberg (Bremen)mit Abschluß zum Dipl. Kunsttherapeuten / Pädagogen
Arbeitspraxis:

Seit  92
freischaffender Künstler (Ausstellungen und Teilnahmen an Internationalen Symposien), Musiker (Konzert -und Lehrtätigkeit für Gitarre und afrikanisches Trommeln/ Percussion)
1995-96
Organisation und Leitung  des Kunstprojektes „Schriftbilder-Bilderschrift“ für das Kulturbüro Bremen
1996-97
Projekt orientierte Werkstattarbeit „Bildhauerei, Bewegung und Musik“ mit verhaltensauffälligen Jugendlichen in den „Steinfelder Werkstätten“ (Niedersachsen)
1998-06
Gründung und Leitung von „Casa Vita“,  Zentrum für künstlerisches und therapeutisches Gestalten /  Musik- und Kunstschule für Groß und Klein in Wolsfeld (RLP)

1998-03
Musik- und Kunstpädagoge an der  Albert Schweitzer Sonderschule in Prüm

1999-00
Kunst – und Werklehrer an der Berufsbildenden Schule in Prüm

seit 1997
Projekt / Seminartätigkeit an:  diversen allgemein bildenden Schulen,  Kindergärten, ALIBI (Arbeitsloseninitiative Bitburg), VHS, KEB, LVHS, EUVEA (Europäische Bildungsstätte für Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen), offene Vollzugsanstalt in Luxemburg
seit 2006
Atelier für Kunst und Musik in Densborn / Altenhof

seit 2007
Schwerpunkt: Kompositionstätikeit und Vorbereitung / Durchführung eigener Konzerte und Begleitung von Events jeglicher Art

2010             CD 1  LEBEN  (World music)

2012             CD 2 Natur-Zeit (World music)

2015/16       CD 3 MenschSein  (Liedermacher)

2016            CD 4 COMING OUT  (Guitar)

2017             CD 5 Music for Steeldrum & Handpan (World music)

2017             CD 6 Die Erde ist für Alle da (Liedermacher)

CD 7  African Impression  (World music) coming soon

 

 

Die André Käpper Story

Das Interview führte Dr. Jutta von Dyeck (internationale frei Jurnalistin)

Wie sind Sie zur Musik gekommen?

Als Klein-Kind habe ich mich immer in den Schlaf gesungen,

mit 6 Jahren gab es den ersten Fernseher im Elternhaus, 3 Programme mit zeitlich sehr begrenztem Sendeprogramm…aber mit Ilja Richters Disco Show- jeden Samstag Abend wurde dann aus leeren Waschtrommeln, Kissen und Töpfen ein Schlagzeug gezaubert und Sweet, Suzi Quatro, Santana, Kiss und wie sie alle heißen… leidenschaftlich rhythmisch begleitet….

Wie ging es dann weiter?

Mit 8 wollte ich mit meiner Gang die erst Band gründen und nahm Gitarrenunterricht und übte auf meiner ersten „großen Liebe“ (einer billigen Westerngitarre), bis die Finger bluteten…

Mit 10 hatte ich meine erst E-Gitarre zusammen gespart, die über ein altes Radio verstärkt wurde, und habe meinem damaligen Gitarrenhelden Carlos Santana Ton für Ton mühevoll ab gelauscht und nach gespielt – Guitar – Tabs & Noten gab es nur ganz selten und waren dann noch teuer.

War zwar mühsam, aber eine super Gehörbildung.

Mit 12 die erste Schulband gegründet und diverse Bühnenerfahrung gesammelt… die mit dem Umzug vom Dorf in die Großstadt Köln erst mal endete.

Warum sind sie in die Stadt gezogen?

Ich wollte in die nächst größte Stadt, um musikalisch mehr Möglichkeiten zu haben. Ich absolvierte eine technische Ausbildung, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen und mit dem Hintergrund, meine Amps und Equipment selber zu bauen…

In meiner Freizeit habe ich klassische Gitarre, dann Jazz-Gitarre, Klavier, Jazz- Harmonielehre gelernt und mit verschiedenen politischen Jazzrock- Formationen rum getingelt.

Dies führte dann zu dem Wunsch Gitarre zu studieren…

Was ist aus Ihrem Wunsch geworden?

Nach Abschluß meiner Ausbildung und dem Zivildienst, mußte ich zuerst einen Hochschulabschluß über den 2. Bildungsweg erwerben. Dies wurde mir durch ein Gerwerkschafts – Stipendium, was mir aufgrund meines vielfachen sozialen und politischen Engagements (während der Ausbildung und dem Zivildienst) verliehen wurde, ermöglicht.

In dieser Zeit wuchs meine zweite große Leidenschaft, die Bildende Kunst, meine intensive Auseinandersetzung mit Esoterik und mein soziales Engagement zu einem neuen Wunsch heran, an einer anthroposophischen Hochschule Kunst + Therapie + Pädagogik zu studieren, was ich dann auch umgesetzt habe.


Und was wurde aus Ihrer Musik!

Um den Umzug nach Norddeutschland zu finanzieren, habe ich das Klavier und technische Gitarren -Equipment verkauft und mich ganz der künstlerischen Auseinandersetzung gewidmet, die mich voll in Beschlag hatte. Die Musik in mir ruhte vorerst und wurde erst durch 2 wichtige Impulse wieder wie ein Phönix aus der Asche geboren.


Was waren das für Impulse?

Während des Studiums besuchte ich nebenbei ich ein Gong-und Klangschalen-Seminare von Peter Hess. Die Klänge und Frequenzen der original tibetischen Schalen haben schon allein eine unbeschreibliche Wirkung auf unser Körpersystem. Einmal hatte Peter Hess noch 3 indische Musiker zu Gast, die für uns Teilnehmer ein privates Konzert darboten.

Wir lagen vor den Musikern in Decken eingehüllt und lauschten den sonderbaren Klängen.

Während eines längeren Tabla- Trommel Solos, machte ich die eigenartige Erfahrung,- ich spürte, wie die Trommelschläge gezielt durch meinen Körper wanderten und mich sozusagen „massierten“…

Als bei dem anschließenden Seminar Feedback diese Erfahrung auch von den Anderen bestätigt wurden, hatte ich ein so genanntes „Aha- Erlebnis“.

Plötzlich hatte ich den tieferen Sinn von Klängen und Musik erfahren und verstand, warum in der indischen Kultur die Musiker auch als Arzt oder Heiler bei Krankheit gerufen werden.


Und der zweite Impuls ?

Den zweiten Impuls erlebte ich auf einer Geburtstagsfeier, wo Puma Hoberg, Djembé Trommler, von seiner Frau Anka Hoberg, Taketina Teacher, auf dem Berimbao und mit Gesang begleitet wurde.

Diese Vitalität und Lebensfreude haben mich zu einer tiefen Auseinandersetzung mit der afrikanischen / afrokubanischen Trommel Kultur geführt, die bis heute andauert…


Wann haben Sie dann wieder angefangen zu musizieren?

Erst 1993 am Ende des Vollzeitstudiums, bin ich über meinen ersten Djembé-lehrer El Hadji Dabo wieder zu Musik gekommen.

Außerdem habe meine Kunstausstellungen mit sogenannter experimenteller Musik eröffnet.


Und was war mit Ihrer ersten „großen Liebe“, der Gitarre?

1997 habe ich nahe der an der luxemburgischen Grenze eine alte Neo-Barock-Villa gekauft, zu einem Zentrum für therapeutisches und künstlerisches Gestalten umfunktioniert und Casa Vita (Haus des Lebens) genannt.

Die Villa hat sich aber immer mehr zu einer Kunst und Musikschule herauskristallisiert, wo ich hauptsächlich Bildhauen, Malen, Zeichnen, Trommeln und eben auch Gitarre unterrichtet habe.

Während dieser Zeit habe mich intensiv mit der Flamenco- Kultur beschäftigt und mit der percussiven Spielweise, die Gitarre für mich neu entdeckt.


Wann fingen Sie an zu komponieren?

2002 ist unsere 1 jährige Tochter plötzlich verstorben, und ich habe mit meiner Familie nach längerem Suchen eine „Einsiedelei“ im Eifelgebirge gefunden. Dort habe ich mir ein Orientierungs-Jahr gegönnt, um mich neu zu sortieren und diesen Schiksalschlag zu verarbeiten.

In der Zeit fand die erst Steeldrum zu mir und hat so viele Töne aus mir rausgelockt, das ich zusammen mit meiner Frau Sonja Käpper, ebenfalls Multi-Instrumentalistin, das Duo STEEL & WOOD gegründet, und die Kompositionen auf der CD LEBEN gebannt habe…


Wofür steht der Name STEEL & WOOD?

Der Name Steel & Wood steht für den Einsatz der vielen verschiedenen ethnischen Instrumente.  http://www.kaepper.de/hrbeispiele.php

STEEL für Steeldrums, Hang / Caisa, Glockenspiel, Gong, Klangschalen, Kalimba – und Wood für Flamencogitarre, Ballafon, Marimbaphone, diverse Trommeln, Hackbrett, Querflöte, Concertina.


Wie würden Sie Ihre Musik beschreiben?

Für mich sind es perkussive Klangbilder mit zauberhaften Melodien…

Müßte ich einen Oberbegriff finden, würde ich sie World-Music nennen…


Wen möchten Sie  mit Ihrer Musik erreichen und was möchten Sie mit Ihrer Musik bewirken?

Das Feedback nach Auftrtitten/ Konzerten…zeigt mir, das sich alle Altersschichten von unserer Musik angesprochen fühlen, also auch kleine Kinder und Senioren…

das die Zuhörer sich tief berührt fühlen, das die Musik sie zu inneren Bildern führt,

und obwohl sie teilweise sehr dynamisch ist, einen beruhigenden Charakter hat, …kurzum- sie zum Träumen und Tanzen einlädt…

Von einigen weiß ich auch, das die CD richtig hingehend in den verschiedensten Lebenssituationen begleitet…gleichsam einem guten Freund…

und das finde ich wunderbar und motivierend, um meinen Weg weiter zu gehen…


Was sind Ihre nächsten Ziele und Projekte?

Weil auf der aktuellen CD NATUR-ZEIT 2 Sommer Hits entstanden sind, möchte ich diese ins Radio bringen. Und wer aus der Branche ist, der weiß, wieviel Arbeit und Durchsetzungsvermögen das mit sich bringt,…

Parallel arbeite ich an einer neuen CD MenschSein, in der ich meine „Liedermacher- Seite“ (mit deutschen Texten) auslebe,…

komponiere / arrangiere an einer reinen Meditations CD – FÜR MEINE SONNE, mit Steeldrums, Caisas,…

und bereite eine reine Trommel CD mit der Gruppe Tamburé vor, die im Studio Live eingespielt werden soll…

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